Bleiben Sie gesund!

Wir wünschen allen Netzwerkern, Freunden und Kollegen in Corona-Zeiten eine robuste Gesundheit, Durchhaltevermögen und Kraft.
Wir werden, sofern der Alltag wieder normal laufen kann, im Herbst einen Workshop zur Putzherstellung mit Carmen Diehl organisieren. Bis dahin sind alle Kollegen des Netzwerks natürlich weiter tätig und stehen auch für Anfragen jederzeit zur Verfügung.

 

Dr. Melissa Speckhardt, Dipl.-Restauratorin

Ausbildung

Curriculum Vitae  (English)

Februar 2006-Februar 2010 Promotion, Dissertation im Fach „Denkmalpflege – Heritage Conservation“. Otto-Friedrich-Universität Bamberg.Thema: „Pinxit et monochromata ex albo“ - Weiß gefasste Skulpturen und Ausstattungsstücke des 17. bis 19. Jahrhunderts in Deutschland (Quellenforschung, Analyse der Phänomene, Einblicke in die Technologie der Fassungen, restauratorischer Umgang mit empfindlichen Oberflächen).

(Nov. 2006-Nov. 2009) Elitestipendien-Programm der Universität Bayern e.V. Graduiertenschule: Digitale Rekonstruktion farbiger Fassungen der gotischen Skulpturen des Regensburger Doms (Prof. Dr. Achim Hubel in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. C. Schlieder, Lehrstuhl für Angewandte Informatik in den Kultur-, Geschichts- und Geowissenschaften).

Oktober 2004-Februar 2006 Masterstudiengang „Denkmalpflege – Heritage Conservation“. Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Abschluss: Master of Arts. Thema der Masterarbeit: „Weiß gefasste Skulpturen des 18. Jahrhunderts. Technologie – Bedeutung – Restaurierung“.

September 1996 bis Juni 2001 Diplomstudiengang Restaurierung (Studienrichtung „Holzobjekte mit gefasster Oberfläche“) an der Fachhochschule Hildesheim / Holzminden / Göttingen.

Mai 1994 bis Juli 1996 Praktikum im Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Wiesbaden, Firma Hangleiter, Otzberg, Hessen.

 
Beruflicher Werdegang

2018-heute

  • Fachplanung, LV-Erstellung, Ausschreibungsvorbereitung, Kalkulation, Dokumentation, Archivforschung, Publikationen (Kloster Aldersbach, Kloster Thyrnau, St. Georg Amberg, Redoutenhaus Bayreuth, Sanspareil, Ev. Kirche Rastenberg, Regensburger Dom Projekt, Markgräfliches Opernhaus Bayreuth)

2011 bis 2018

  • Markgräfliches Opernhaus Bayreuth, 1746-1750 (Welterbestätte) Restauratorische Fachbauleitung: Restaurierung des Logenhauses
  • 2011-2012 Vorbereitung und Planung der Maßnahme.
  • ab 2016 zusätzlich: Überarbeitung der Bau- und Restaurierungsgeschichte des Markgräflichen Opernhauses - Archivforschung und Chronologie.

2010-2011

  • Schäftlarn (Lkr. München), 1760-1790: Benediktinerabtei-Klosterkirche St. Dionys und Juliana - Untersuchung, Konservierung und Restaurierung der Skulpturenausstattung, der Oratoriengitter, des Orgelprospekts.

2009-2016

  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Lehrstuhl für Angewandte Informatik in den Kultur-, Geschichts- und Geowissenschaften - Projekt: Computerrekonstruktionen farbiger Fassungen gotischer Skulpturen des Regensburger Doms.

2004 bis 2018

  • freiberufliche Tätigkeit während des Masterstudiengangs und der Dissertation (siehe ausgewählte Projekte).

2001 bis 2004

  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München; Untersuchung, sowie Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten  an  den Skulpturen der Altarausstattung (1759/63) der ehemaligen Benediktinerabtei Rott am Inn (Landkreis Rosenheim).

 
Ausgewählte Projekte

  • Landestheater Coburg, um 1840, Untersuchung der historischen Räume
  • Rastenberg (Thüringen), Ev. Liebfrauenkirche, um 1827: hölzerner Kanzelaltar – Fachbauleitung, Planung, Untersuchung, Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen
  • Crossen an der Elster (Thüringen): Schloss, Barocker Festsaal mit Malereien von Giovanni Francesco Machini, 1712: Westwand - Sicherungsmaßnahmen.
  • Stockholm, Schweden: Gustav Vasa Kirche, Altarskulpturen (1725-1731) und Maria Magdalena Kirche, Altarskulpturen (19. Jhd.)
  • Würzburg, Residenz (Welterbestätte): Kaisersaal und Treppenhaus, Stuckfiguren und Friese (1764-1765)
  • Passau, St. Michael: Xaveri-Kapelle: Altarskulpturen (18. Jhd.)
  • Ebrach (Kr. Bamberg), ehem. Zisterzienserabteikirche: Nebenaltäre, Beichtstühle, Bernhardsaltar, Orgelprospekt (1778-1790)
  • Ottobeuren (Lkr. Unterallgäu), Benediktinerabtei: Vorhalle zur Abtskapelle, Stuckfiguren (1729)
  • Rastenberg (Kr. Sömmerda), Ev. Liebfrauenkirche: Innenausstattung gefasstes Holz (1824-1827)
  • Seeg (Kr. Ostallgäu), Kath. Pfarrkirche St. Ulrich: Hochaltar, Seitenaltäre und Einzelskulpturen (1770-1860er Jahre)
  • Flurstedt (Kr. Weimarer Land), Ev. Kirche: Kanzelaltar mit Skulpturen (1795)
  • Hauteroda (Kyffhäuserkreis), Ev. Kirche St. Martin: Kanzelaltar (1708)

 

Publikationen

BR-Fernsehen: Wilhelmines Welt - Das  barocke Opernhaus in Bayreuth

Friederich Fuchs und Achim Hubel: Die farbige Kathedrale, 700 Jahre Farbgestaltung im Regensburger Dom. Mit Beiträgen von S. Eißing, S. Gulden, H. Piening, R. Porzelt, E. Reinkowski-Häfner, C. Schlieder, M. Speckhardt, K. Stein, R. Wachter, K. Weiß (hrsg. Regensburger Domstiftung, Band 6), Regensburg: Schnell & Steiner Verlag 2019.

Achim Hubel und Manfred Schuller: Der Dom zu Regensburg – Textband 3. Mit Beiträgen von P. Caston, B. Fischer-Kohnert, F. Fuchs, J. Gruber, C. Kleiber, M. Kühne, M. Lüpnitz, P. Morsbach, K. Papajanni, C. Peter, I. Schmidt, K. Schnieringer, M. Speckhardt, K. Weiß, A. Wellnhofer (= Die Kunstdenkmäler von Bayern NF, hrsg. von Mathias Pfeil, Band 7, Teil 3, Textband 3), Regensburg: Friedrich Pustet 2016. S. 1-85

Melissa Speckhardt: Computersimulation der ersten mittelalterlichen Farbfassung des Erminoldgrabmals, in: Ausstellungskatalog Mönche, Künstler und Fürsten, 900 Jahre Gründung Kloster Prüfening, Bischöfliches Ordinariat Regensburg / Kunstsammlungen des Bistums Regensburg (Hrsg.), Regensburg 2009, S. 50-51.

Melissa Speckhardt: Über die Maltechnik und den Oberflächencharakter von weiß gefassten Objekten u.a. am Beispiel der ev. Kirche in Flurstedt (1795) und der ev. Kirche St. Martin in Hauteroda (1708), Thüringen, in: Arbeitshefte des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie, Neue Folge 31, Erfurt 2008, S. 103-108.

Melissa Speckhardt: Ultraschall zum Lokalisieren innerer Schäden. Lassen sich auch gefasste Holzobjekte untersuchen?, in: RESTAURO 7, 2002, S. 483-487.

 

Dissertation

Im 17. und 18. Jahrhundert spielen weiß gefasste Innenräume und weiße Skulpturen eine bedeutende Rolle in repräsentativen sakralen wie profanen Bauten. Man schätzt das Verhältnis von Licht und Schatten, das auf weißen Flächen am intensivsten zu erleben ist, sei es beim Spiel des Lichts, das in den konkaven und konvexen Kurvaturen der Architektur eine Fülle von Nuancen entfaltet, sei es bei der Formgebung von Skulpturen mit ihren teils glänzenden, teils matten Oberflächen. In Verbindung mit der differenzierten Lichtregie und der Erkenntnis, welche Feinheiten der Abstufung die Farbe Weiß liefert, wurden die Innenräume auf die Modellierungsvielfalt des Weißen hin abgestimmt, wobei zusätzlich der gezielte Einsatz von Oberflächenglanz die Wirkung steigern half. Von größter Bedeutung war hierfür der Wert, den man auf Inszenierungen aller Art legte.Das Buch beinhaltet eine sehr umfangreiche Quellen- bzw. Rezeptsammlung zu Weißpigmenten und zur Herstellung von Weißfassungen von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert, zusammengestellt aus naturwissenschaftlichen Abhandlungen, Künstlerhandbüchern und Architekturbeschreibungen. Die Sammlung wird ergänzt durch Analyseergebnisse aus restauratorischen Untersuchungen und Archivalien, die die bisher stets in der Literatur dominierenden theoretischen Überlegungen konkret mit verwendeten Materialien in Verbindung bringen. Dem Thema der Schattengebung ist ein eigenes Kapitel gewidmet.

Rezension: Manfred Koller S. 63-86 / Erschienen: 13.11.19 IIC Austria, Restauratorenblätter, Band 36 (Immaterialität), 2019,

Titel: „Let us forget about the Term “Polierweiss” (Polished White)! Gedanken zur Monographie Melissa Speckhardts über weiß gefasste Skulpturen und Ausstattungen (2014)” Bedeutung von Weiß, Weiße Kunsttechniken, Fassmalerei, Grisaille, Stuck, Glanz, Schatten“, S. 78.

Resümee: „Insgesamt verdienen die außerordentliche Leistung der Autorin und die Ergebnisse ihrer umfassend angelegten
Publikation vorbehaltlose Anerkennung. Sie hat damit für die technologie- und kunsthistorische Forschung, für Restaurierung, Denkmalpflege, alle betroffenen Fachgewerbe und vor allem r deren Bereiche der Ausbildung und der Vermittlung neue Maßstäbe zum Kenntnisstand über die Phänomene des "Weiß" in der barocken Raumkunst gesetzt. Hervorzuheben ist auch die Leistung des Verlages hinsichtlich sorgfältigem Lektorat und guter Ausstattung. Das Buch sollte deshalb nicht nur in allen betroffenen Fachbibliotheken vorliegen, sondern in aktuellen relevanten Fragen auch so oft als möglich konsultiert werden.“

 

Link zum Verlag: http://www.imhof-verlag.de/weissgefasste-skulpturen-und-innenraeume.html

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